Julia Lechner: „Immer nur Obst und Gemüse? Weit gefehlt!”

Julia Lechner: „Immer nur Obst und Gemüse? Weit gefehlt!”

Julia Lechner: „Immer nur Obst und Gemüse? Weit gefehlt!”

Julia Lechner, Autorin von „RAW SOUL FOOD“  – Rohkost Interview 

Immer nur Obst und Gemüse? Weit gefehlt! Taste it. Feel it. Love it.

 

Interview: Theofanis Orfanidis

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Rohkost Register: Hallo Julia, wir freuen uns sehr, das du uns deine kostbare Zeit schenkst und uns dieses Interview ermöglicht hast. Dein Buch „Raw Soul Food: Vegane Rohkost macht glücklich“ ist unter den Rohköstlern sehr beliebt, und auch bei Amazon ganz oben zu finden. Wer hat dich dazu inspiriert dieses tolle Buch zu schreiben?

Julia Lechner: Vielen Dank für dieses Kompliment, ich hätte nie gedacht, dass das Buch so gut bei den Lesern ankommt, aber es freut mich natürlich sehr. Je mehr Leute den Veganen Lifestyle leben, umso besser für Tiere, Umwelt und unsere Gesundheit!

Inspiration in dem Sinne gab es keine. Ich wollte schon immer ein Buch schreiben, Schreiben allgemein ist wohl einfach mein Medium, um meine Gedanken, Ansichten und Ideen zu vermitteln. Als wir damals mit der Rohkost angefangen haben, gab es da diesen Block auf dem Esstisch und wenn uns etwas, das wir gemacht haben, gefallen hat, haben wir dieses Rezept notiert. 2011 war der Markt an veganen Rohkost-Rezepten in Deutschland noch sehr gering. Von daher war man automatisch auf seine eigene Kreativität angewiesen.

RR: Wie lange hast du gebraucht um das Buch zu schreiben?

Julia: Die aktive Arbeit an einem Buch dauerte ein Jahr etwa. Wobei man dazusagen muss, dass wir beide Autoren das nebenberuflich neben jeweils zwei weiteren Jobs gemacht haben. Ich war tagsüber in der Uni und habe nebenbei auch noch für ein veganes Rohkostrestaurant in München gearbeitet und dort serviert, gekocht und Rohkost zubereitet.

„Der Deutsche isst, 24 Kilogramm Käse, über 80 kg Fleisch, 91 Kilogramm Frischmilchprodukte und 214 Eier. Das kann nicht sein.‟

RR: Es war bestimmt eine harte Zeit, hast du manchmal an dem Buch gezweifelt, und was hat dich vorangetrieben?

Julia: Zweifel am Buch oder an der Idee gab es meinerseits keine. Vorangetrieben hat mich die Motivation, aktiv etwas zum Veganismus beizutragen. Ich lebe in einem Land, in dem jeder Deutsche im Jahr durchschnittlich 24 Kilogramm Käse, über 80 kg Fleisch, 91 Kilogramm Frischmilchprodukte und 214 Eier isst. Das kann nicht sein. Es geht einfach darum, etwas dazu beizutragen, das tägliche Leid zu verringern und dazu beizutragen, dass wieder mehr Fokus auf Umwelt und eine gesunde Ernährung gelegt wird.

RR: Wie lange ernährst du dich schon Rohköstlich?

Julia: Vegan wurde ich im Jahr 2009. Ich habe dann Anfang 2011 von veganer Kochkost auf vegane Rohkost umgestellt. Konsequent Roh war ich dann etwa ein Jahr. Dabei habe ich neben Gourmet-Rohkost später auch die kohlenhydratbasierte Ernährungsweise kennengelernt. Der Gedanke, dass Früchte und Fruchtzucker die Basis der Ernährung darstellen, hat Sinn gemacht: Kein langes In-Der-Küche-Stehen-und-Zubereiten mehr (und Früchte schmecken ehrlich gesagt sowieso am allerbesten, vor allem frische und reife Tropenfrüchte). Da die früchtebasierte Rohkost in Deutschland allerdings schwer umzusetzen ist (– meistens ist leider nicht die notwendige Menge an frischen Früchten vorhanden, zudem sind diese wegen langen Import / Transportwegen meist richtig teuer –) hab ich mich dann auch wieder Gekochtes in meinen Speiseplan aufgenommen. Neben morgendlichen Smoothies habe ich abends zum Beispiel Reis und Gemüse gegessen. Rohkost ist dennoch nach wie vor ein fester Bestandteil meiner Ernährung. Wenn ich wie in meiner Reise nach Thailand die Möglichkeit habe, hochwertige reife Früchte zu bekommen, dann habe ich oft gar keine Lust mehr auf Gekochtes. Auch im Sommer ist ein rohveganes Eis unschlagbar.

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RR: Was war das Ausschlaggebende zu deiner Ernährungsumstellung

Julia: Um ehrlich zu sein, muss ich darüber immer wieder schmunzeln. Es kam einfach. Zuerst habe ich so viel davon gehört, von Freunden und von magischen und rasanten Verbesserungen in Gesundheit und Wohlbefinden. Ich war einfach neugierig. Auch war es für mich eine Challenge. Ich fragte mich, ob ich das durchhalten kann. Denn nicht nur die Frage, wie und ob man an rohe Lebensmittel kommt, stand im Fokus, sondern auch gesellschaftliche Fragen: Was ist, wenn jemand mit mir Essen gehen will? Was nehme ich als Snack in die Uni mit? Auch wollte ich unbedingt herausfinden, was die Rohkost mit meinem Körper, mit meinem Wohlbefinden macht. Anfangs hätte ich nie gedacht, dass ich es so lange durchhalten kann, gerade weil ich mehr oder weniger Junk-Food-Veganer war (Chips, Burger, Schokolade, alles was der vegane Markt so hergab, usw).

„Meine Beine haben sich gestrafft, außerdem hat sich meine Sehkraft verbessert, obwohl das bei Kurzsichtigkeit laut Schulmedizin unmöglich ist.‟

RR: Wann hast du nach der Umstellung eine Veränderung in deiner Gesundheit gemerkt?

Julia: Nach der Umstellung auf Rohkost fühlte ich mich einfach nur super leicht, befreit und hat einen unfassbar klaren Geist. Auch war ich plötzlich viel sensibler. Nonverbale Kommunikation und zwischenmenschliche Emotionen waren sehr viel präsenter. Auch körperlich ging es mir fantastisch, ich war nie krank. Meine Verdauung war top! Meine Beine haben sich gestrafft, außerdem hat sich meine Sehkraft verbessert, obwohl das bei Kurzsichtigkeit laut Schulmedizin unmöglich ist. Allgemein kann ich sagen, dass ich kaum krank werde, besonders durch einen hohen Rohkostanteil in der Ernährung.

RR: Wer hat dich bei der Umstellung unterstützt?

Julia: Ich habe diese Umstellung zeitgleich mit meinem Partner begonnen, wir haben uns dabei gegenseitig unterstützt und schließlich auch zusammen die Rezepte für das Buch entwickelt.

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RR: Wie wirkt sich Rohkost auf meine Gesundheit aus und wann merke ich die ersten Erfolge?

Julia: Rohkost hat für jeden Menschen unterschiedliche Auswirkungen. Es kommt auch immer ein wenig auf die Vorgeschichte an. Jemand, der über fünfzig Jahre lang nicht auf seine Ernährung geachtet hat und sich mit konventionellen Fertigprodukten au dem Supermarkt versorgt, wird anders auf die Rohkost reagieren, als jemand, der bereits vegetarisch oder sogar vegan von seinen Eltern großgezogen wird. Grundsätzlich habe ich einen Tipp für alle, die mit der Rohkost beginnen wollen, aber noch nicht so ganz wissen, was sie erwartet und wie sie das Ganze angehen sollen: Jeder Mensch ist grundsätzlich unterschiedlich, also gibt es wohl bei der Umstellung auf Rohkost Niemanden, der dir exakt sagen kann, wie der Körper, die Psyche darauf reagiert. Es ist empfehlenswert, die ganze Sache langsam anzugehen, um seinen Körper nicht zu überlasten. Der Rohkost-Anteil sollte langsam erhöht werden. Dann sollte man sich durch alle Obst- und Gemüsesorten durchtesten. Nicht jeder verträgt alles roh, das gilt auch für Nüsse, Sprossen und grünes Blattgemüse. Auch werden manche Dinge schneller und manche Dinge langsamer verdaut. Ich selbst vertrage zum Beispiel rohe Paprika nicht so gut, das ist allerdings ganz individuell. Deswegen sollte man herausfinden, ob, was und wie viel man jeweils davon verträgt. Auch kann man sich zum Beispiel in der Gourmet-Rohkost probieren, dabei viele Speisen aus der Kochkost imitieren, oder sie sogar noch schmackhafter zu machen. Auf der anderen Seite gibt es auch die früchtebasierte Rohkost, Stichwort dazu 80/10/10. In meiner Rohkost-Zeit hab ich mich in beiden Varianten ausprobiert, sie haben mir beide gut getan. Erfolge verzeichnet jeder unterschiedlich schnell. Es kommt auch darauf an, was man als Erfolg bezeichnet. Viele Rohköstler nehmen nach ihrer Umstellung erstmal an Gewicht ab. Für mich stand eher ein allgemeines Wohlbefinden im Vordergrund, das hat sich mit der Zeit eingestellt.

„Smoothies kann ich aber jedem ans Herz legen, egal ob man auf eine Rohkosternährung umstellen will.‟

RR: Wie viel Geld muss ich „anfangs“ für Geräte, investieren und welche brauche ich?

Julia: Man ‚muss’ erstmal kein Geld investieren. Ich denke, ein gutes Küchenmesser und ein Schneidebrett ist erstmal gut für den Anfang. Ich hatte zu Beginn meiner Rohkost-Zeit auch nur einen Standart-Mixer (Gastroback, um die 150 Euro), erst als ich schon ein halbes Jahr dabei war, habe ich mir einen Vitamix bestellt. Ein Dörrgerät kam dann später, es gibt aber auch einige gebrauchte, mit denen man Geld sparen kann.

Das wichtigste Gerät für die Rohkost ist meiner Meinung nach ein Hochleistungsmixer. Wer nicht sicher ist, ob sich ein solch teures Gerät lohnt oder nicht, kann sich ganz einfach folgende Frage stellen: Wird der Mixer gelegentlich benutzt, um hin und wieder einen Smoothie zu pürieren, kann auch ein günstigerer Standartmixer benutzt werden. Will man den Mixer allerdings täglich einsetzen (und auf meinen morgendlichen Smoothie will ich nicht mehr verzichten), dann lohnt sich das Upgrade auf jeden Fall. Es gibt verschiedene Hersteller für Hochleistungsmixer, mein Favorit ist der Vitamix.

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RR: Sollte ich eher mit Smoothies oder gleich mit 100% Rohkost anfangen?

Julia: Das ist wie gesagt individuell. Ich empfehle, auf das eigene Bauchgefühl zu hören. Was bringt einem eine hundertprozentige Rohkosternährung, wenn man Beschwerden hat, oder keine Energie. Diese Frage muss also jeder für sich selbst beantworten. Smoothies kann ich aber jedem ans Herz legen, egal ob man auf eine Rohkosternährung umstellen will, oder nicht, denn sie bereichern den Morgen um ein Plus an Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen, Fruchtzucker für Energie und im Falle des grünen Smoothies um wertvolles Chlorophyll und Antioxidantien.

RR: Wie viel Tage die Woche sollte ich anfangs Rohkost essen?

Julia: Wer mit ganzen Rohkost-Tagen einsteigen will, könnte sich zum Beispiel die Tage herausnehmen, an denen er nicht arbeiten muss. Dadurch erspart man sich den „was nehm ich mit in die Arbeit/Uni/Schule“-Stress.

RR: Wie soll ich mit meinem Partner umgehen, der „noch“ kein Rohkost essen will?

Julia: Ich hatte das große Glück, dass mein Partner und ich zusammen bereits vegan auf die Rohkost umgestellt haben. Es ist natürlich immer einfacher, wenn der Partner einen unterstützt und man dadurch gleich doppelte Motivation hat.

Julia: Die gleiche Problematik werden alle Veganer kennen, die schon mal einen nicht-veganen Partner hatten. Entweder wird man durch das Essen seines Partners immer wieder an frühere Gelüste zurückerinnert, oder es könnte zu Diskussionen führen. Meiner Meinung nach sollte man niemals seinen Partner dazu ‚zwingen’, seiner Ernährungsweise zu folgen. Ich will ja auch nicht von meinem Partner dazu überredet oder provoziert werden, wieder tierische Produkte zu essen.

Für eine Langzeit-Beziehung ist eine einstimmige Ernährung allerdings vorteilhaft, denn immerhin isst man im Durchschnitt dreimal täglich und ich denke, dass zumindest eine gemeinsame Speise eine Art der Verbindung und Kommunikation ist. Zusammen zu essen, bedeutet, dass man sich Zeit nimmt und gemeinsam kocht oder zubereitet.

Ich würde den Unterschied zu beschreiben: Bei einer veganen Ernährung geht es meistens ja auch nicht nur um das Essen an sich, sondern auch um gewisse Prinzipien an sich, um Moralvorstellungen. Da ist es schwieriger, als bei einem Veganer und einem Roh-Veganer. Dabei sind sich beide Partner der selben Einstellung bewusst. Der eine isst abends beispielsweise einfach seine große Schüssel Salat und der andere isst seinen Reis.

„Oftmals machen Rohköstler anfangs den Fehler, dass sie zu viele Früchte und Nüsse oder Samen miteinander kombinieren.‟

RR: Muss ich anfangs irgendwelche Vitaminpräparate vermehrt zu mir nehmen, und welche?

Julia: Ich denke nicht, dass man weitere Vitaminpräparate benötigt, als man es in der veganen Ernährung eh schon tut. Die wichtigsten zwei Präparate in der veganen Ernährung sind Vitamin B12 und im Winter wegen des Mangels an Sonnenlicht Vitamin D. Durch eine große Vielfalt an Obst und Gemüse nimmt man automatisch ausreichend der anderen Vitamine und Mineralstoffe zu sich. Wer diesbezüglich unsicher ist, sucht sich eine App oder Website (cronometer) und gibt immer mal wieder ein, was er über den ganzen Tag alles gegessen hat. Auch ein Bluttest hin und wieder gibt Auskunft, wie es um die kritischen Werte, wie Vitamin B12, steht.

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RR: Einige beklagen am Anfang der Umstellung einen Blähbauch, wenn sie vermehrt Obst und Gemüse essen, was machen die falsch?

Julia: Diese Erfahrung habe ich auch gesammelt. Das Stichwort dazu heißt: Food-Combining. Food-Combining bedeutet, dass man darauf achtet, welche Lebensmittel man miteinander kombiniert. Oftmals machen Rohköstler anfangs den Fehler, dass sie zu viele Früchte und Nüsse oder Samen miteinander kombinieren. Das Problem dabei ist folgendes: Früchte bestehen aus Fruchtzucker, welcher schnell verdaulich ist, Nüsse, Samen und Avocados oder Oliven bestehen hauptsächlich auf Fett, was langsamer verdaut wird. Wenn man beides kombiniert, ergibt sich sozusagen ein Mischmasch, das im Magen-Darm-Trakt verstopft und zu Blähbauch oder Blähungen führt. Der Hinweis ist, morgens und Vormittags Früchte, Trockenfrüchte, Gemüse, Blattgemüse und anderes Zuckerhaltiges zu essen und sich die Nüsse und fetthaltigen Lebensmittel für Abends aufzuheben. Schnellverdauliches immer vor Fetthaltigem, das wird langsam verdaut. Deswegen würde ich nie eine Avocado in meinen Smoothie geben.

Vielen ist das Phänomen ‚Blähbauch’ neu, weil in der Kochkost immer alles zu einer homogenen Masse zusammengekocht wird, sich die Molekülstruktur durch die Hitze so verändert, dass es zusammen verdaut wird, egal ob Fett und Zucker kombiniert wurden. Deswegen bekommen viele auch Bauchschmerzen, wenn sie rohen Plätzchenteig essen, der besteht hauptsächlich aus Margarine und Zucker.

RR: Was ist der größte Fehler, den man bei der Umstellung von Koch- auf Rohkost machen kann?

Julia: Der größte Fehler ist definitiv, alles zu schnell anzugehen. Man sollte nichts überstürzen, nicht versuchen, von heute auf morgen zu einer vollständigen rohen Ernährung umzusteigen. Nicht nur der Körper muss sich an die neue Ernährungsweise gewöhnen, sondern auch die Psyche. Eine neue Routine wird sich einstellen, neue Gewohnheiten.

„Denn nur weil jemand sich hundertprozentig roh ernährt, heißt das gar nicht, dass er dann auch gesund und glücklich ist.‟

RR: Ist Rohkost teurer als Kochkost?

Julia: Wenn man von einer normalen Kochkost ausgeht und dann auf eine Rohkost umsteigt, in der alle einzelenen Zutaten einhundert Prozent Roh sind, wird es meiner Meinung nach teurer werden. Fast alle Lebensmittel, die mit „Roh“ gelabelt sind, haben nämlich auch das Bio-Siegel. Tropenfrüchte, besondere Rohkost-Kräcker und Rohkost Schokolade ist einfach um einiges teurer als normale vegane Zutaten. Man kann Geld sparen, indem man sich alles selbst herstellt. Frische Lebensmittel und ein höherer Verbrauch an Obst und Gemüse sind allerdings teurer als Reis, Nudeln, Kartoffeln oder andere stärkehaltige Nahrungsmittel, die länger sättigen.

RR: Man hört immer wieder, das Menschen nach Monaten der Rohkost, wieder rückfällig zu „Kochköstler“ werden, was haben die falsch gemacht, und wie kann man vorbeugen?

Julia: „Rückfällig“ klingt nach Versagen. Ich denke, in erster Linie haben sich diese Menschen selbst zu viel Druck gemacht und müssten entspannter damit umgehen. Wer mit der Rohkost anfängt, kann schnell dazu verleitet werden, Ernährung als Oberste aller Prioritäten zu stellen. Es entsteht ein richtiger Perfektionismus. Das habe ich anfangs auch erfahren. Nicht nur versucht man, möglichst alle wichtigen Personen in seinem Umfeld von der Rohkost zu überzeugen, sondern man macht sich selbst auch einen gehörigen Druck, immer strikt roh zu bleiben und allen ‚Regeln’ zu folgen. Rohkost ist Gesprächsthema Nummer Eins, schon beim Aufstehen in der Früh überlegt man sich, was man heute alles isst und am Abend überlegt man sich, was man nun über den Tag so alles gegessen hat. Darunter können andere Bereiche des Lebens, die auch zu Zufriedenheit und Wohlbefinden beitragen, leiden. Denn nur weil jemand sich hundertprozentig roh ernährt, heißt das gar nicht, dass er dann auch gesund und glücklich ist. Eine zu hohe Erwartungshaltung an sich selbst kommt dann häufig mit einer Einladung ins Restaurant – und wenn man dann ausnahmsweise was Gekochtes isst – ist die Enttäuschung hinterher oft groß. Man sollte nie vergessen, dass alles ein Prozess ist, ein Weg und würde immer alles perfekt laufen, wie langweilig wäre es denn? Life is a journey.

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RR: Wo siehst du die Rohkost Bewegung in 5 Jahren?

Julia: Ich denke, dass Rohkost in den kommenden Jahren immer wichtiger wird. Vor Allem der Lifestyle Rohkost wird sich festigen. Meiner Meinung nach wird das Thema Rohkost sich auch von Esoterik abspalten und somit auch moderner werden. So viele trendige Rohkostrestaurants sind in den letzten Jahren entstanden. Viel Internationale Rohkostküche wird auch zu uns nach Europa kommen. Ich habe tolle Rohkostrestaurants kennengelernt, beispielsweise das Rasayana Retreat in Thailand, in dem man neben dem Restaurant auch viele Weiterbildungsmöglichkeiten bekommt. Auch in Kanada habe ich viele Rohkostcafés gesehen.

RR: Wann können wir dein nächstes Buch erwarten und welchen Titel wird es haben?

Julia: Das nächste Buch heißt: „High Carb Vegan: die gesunde Low Fat Küche“ und darin geht es mehr um die Ernährungsweise, die Kohlenhydrate im Gegensatz zu Diäten nicht ablehnt, sondern als unglaublich wichtig einstuft. Kombiniert mit den richtigen Proteinen und Fetten ergibt sich ein Ernährungskonzept, mit dem wir Autoren bisher großen Erfolg haben. Dabei gibt es wieder 70 vegane und glutenfreie Rezepte, die sind zwar nicht roh, aber es gibt eine extra Kategorie für Rohkost. Außerdem sind wieder alle wichtigen Informationen zu dieser High-Carb Ernährung darin zu finden.

„RR: Buch oder E-Book? Julia: Buch. Es gibt keinen besseren Geruch als der frisch gedruckter Seiten.‟

RR: Zum Abschluss kommen jetzt noch fünfzehn wahllose Entweder-oder-Fragen, auf die Du bitte nur ganz kurz antwortest.
Nummer eins: Dein Lebensmotto?

Julia: There is no elevator to success. You have to take the stairs.

RR: Kaffee oder Tee?

Julia: Tee. Bei Chai bin ich dabei.

RR: Cabrio oder SUV?    

Julia: Cabrio, wie mein erstes eigenes Auto.

RR: Stadt oder Land?    

Julia: Beides hat Charme.

RR: Berge oder Meer?

Julia: Berge am Meer.

RR: Buch oder E-Book?

„RR: Zu Hause oder Restaurant?  Julia: Restaurants bieten gute Inspiration für das, was ich daheim koche.‟

Julia: Buch. Es gibt keinen besseren Geruch als der frisch gedruckter Seiten.

RR: Fitnessstudio oder Waldlauf?     

Julia: Im Winter das Gym und im Sommer den Waldlauf.

RR: Gummibärchen oder Schokolade?     

Julia: Gummibärchen, es gibt so viele Gelatine-freie mittlerweile.

RR: Rohkost oder Vegan?     

Julia: Rohvegan. Am Besten in Thailand mit gaaaanz vielen reifen Mangos!

RR: Zu Hause oder Restaurant?    

Julia: Restaurants bieten gute Inspiration für das, was ich daheim koche.

RR: Adler oder Ente?                

Julia: Adler

RR: Büro oder Homeoffice?    

Julia: Homeoffice

RR: Komödie oder Drama?              

Julia: Drama

RR: Einzelkämpfer oder Teamplayer?    

Julia: Teamplayer

RR: Bleistift oder Kugelschreiber?        

Julia: Bleistift, die weichen, zum schattieren! 😉

RR: Rock oder Hose?    

Julia: Hose

RR: Weiß oder Rot?    

Julia: Pommes?

RR: Superfood oder super food?

Julia: Food ist immer super!

RR: Obst oder Gemüse?

Julia: Morgens Obst, abends Gemüse.

RR: Banane oder Erdbeere?

Julia: Zusammen im Smoothie flüssiges Gold.

RR: Spinat oder Mangold?

Julia: Spinat

RR: Blume oder Unkraut?

Julia: Blumen

RR: Smoothie oder Saft?

Julia: Smoothie

RR: Grüner Smoothie oder roter Smoothie?

Julia: Blau/rot mit ganz vielen Beeren!

RR: Vielen Dank Julia dass Du unseren Lesern für dieses sehr interessante Interview zur Verfügung standest. Wir wünschen Dir und Deiner Familie alles Gute, schöne Grüße auch an deinem Co-Autor Anton Teichmann, den wir auch gerne demnächst für ein Interview hätten.
Auf Dein neues Buch sind wir jetzt schon sehr gespannt und wünschen Euch einen bombastischen Verkaufsstart. Ich werde es mir auf jeden Fall bestellen.

Julia: Vielen Dank für das Interview und die inspirierenden Fragen, das hat mir auch sehr viel Spaß gemacht. Es ist so schön zu sehn, wie groß das Interesse für gesunde Ernährung bereits ist. Umso spannender werden die kommenden Jahre, in denen vegane Ernährung und Rohkost noch präsenter werden!


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